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Den kennt man, oder?

02.08_Amerika – 3. Etappe – California

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California

Zum Joshua Tree Nationalpark

Es ist Freitag der 19. Dezember 2025, bei sonnigem Wetter und Temperaturen um die 20°C. Nach mehr als 6 Wochen in den Bundesstaaten Nevada und Arizona reisen wir wieder nach Kalifornien. Rund 240 Kilometer südlicher wie wir ausgereist sind, überqueren wir auf der Interstate 10 zwischen Ehrenberg und Blythe den Colorado River und damit die Grenze in westlicher Richtung. Bei der «Agricultural Inspection Station» werden wir ohne Kontrolle durchgewunken. Wir befinden uns im grünen Tal der Parkinsonien (Palo Verde Valley), welches zur Sonora (Halb-)Wüste gehört. Parkinsonien sind grosse Sträucher oder kleine Bäume, aus der Pflanzenfamilie der Johannisbrotgewächse. In der Trockenzeit werfen die Hülsenfrüchtler ihre gefiederten Blätter ab und betreiben ihre Photosynthese über die grünen Zweige und Äste. Links und rechts der Strasse bis zum Ort Mesa Verde erkennen wir jedoch einige bewässerte Baumwollfelder und Ackerflächen. Danach folgt eine flache, grün wirkende Buschlandschaft, umsäumt von kleinen Gebirgszügen in der Ferne. Es ist die Colorado Wüste, die ebenso Teil der Sonora Wüste ist. Saguaro und andere Kakteen findet man hier aber nur noch an wenigen Orten. Die Gegend ist zwar nur dünn besiedelt, dennoch sind die menschlichen Spuren in der Landschaft unverkennbar. Grabungen, Planierungen, Zäune, verarmte Vegetation und jede Menge Schutt und Müll sind zu sehen.

Wieder in Kalifornien

Kalifornische Staatslinie
Kalifornische Staatslinie
Grenzübergang von Arizona nach Kalifornien
Grenzübergang von Arizona nach Kalifornien
Willkommen in Kalifornien
Willkommen in Kalifornien

Beim einzigen Rastplatz auf der Strecke, in Wiley’s Well, halten wir für eine kleine Pause und einen Fahrerwechsel. Die «Rest Area» wurde kürzlich neu erstellt und bietet eine Toilettenanlage, eine Informationstafel, Snack-Automaten und einige überdachte Picknick-Tische für die Reisenden. Etwas weiter, kurz vor unserem Tagesziel, fahren wir am kleinen verlassenen und verfallenen Ort Desert Center vorbei. Da wird mächtig umgestaltet und die vielen angepflanzten Palmen allesamt umgehauen. Bis zum Bau der Interstate wurde hier der weit und breit einzige Autorastplatz mit Motel, Kaffee, Lebensmittelgeschäft, Restaurant und Tankstelle betrieben. Nach einer Panne mit seinem Auto, soll ein Wanderprediger aus Arkansas mit seiner Familie in den früher 1920er Jahren den Ort aufgebaut haben. Ähnlich wie bei der Route 66 dürfte sich damals für den Reisenden doch eine erheblich andere Dienstleistung geboten haben wie es die heutigen standardisierten «Rest Areas» vermögen. Gleich hinter dem Ort verengt sich das Tal und die Landschaft verändert sich. Ein grüner Teppich aus lockerem kurzem Gras wächst zwischen den Büschen und erzeugt bei uns einen lieblichen Eindruck. Mittlerweile haben wir rund 450 Meter an Höhe gewonnen und sind auf 550 Meter über Meer. Schon biegen wir in die südliche Zufahrtsstrasse zum Joshua Tree Nationalpark ein.

Bevor wir den Nationalpark besuchen, campieren wir nach 132 Tageskilometern quasi vor dem Eingangsportal auf öffentlichem BLM-Land. Hier führt ein grosser gedeckter Versorgungskanal durch, der die Siedlungen und Plantagen im Westen mit Wasser aus dem Colorado River versorgt. Ein Schild warnt vor dem Betreten des Areals unter Androhung von Haft oder Busse. Es ist schon erschreckend wie viel Wasser dem Fluss entzogen wird. Unterhalb dieser Leitung ist jedoch das «Dispersed Camping», wie es hier heisst, also das freie Stehen und Zelten bis zu 14 Tage erlaubt. Links und rechts der Zufahrtsstrasse gehen verschiedene Wege ab, die zu vielen Stellplätzen führen. Das grosse Gelände ist gut belegt, aber auch wir finden ein passendes schönes Plätzchen. Hier bleiben wir zwei Tage und Nächte. Und hier treffen wir nach langer Zeit wieder auf Reisende aus der Schweiz. Sie kommen aus der Innerschweiz, sind in unserem Alter und wollen mit ihrem Camper-Van ebenfalls in der Baja California in Mexiko überwintern. Bei einem Gläschen Wein kommen wir ins Gespräch und freunden uns an.

Wild - campieren

Wir campieren wild
Wir campieren wild
Irgendwo im nirgendwo
Irgendwo im nirgendwo
Abendstimmung in der Wüste
Abendstimmung in der Wüste

Am Sonntag starten wir mit unserer Fahrt durch den Nationalpark. Dieser liegt in der Gebirgskette der Little San Bernardino Mountains. Zunächst fahren wir durch die kleinen Cottonwood Mountains ins Pinto Basin, ein Hochtal auf rund 940 m ü.M. Dort holen wir uns beim Besucherzentrum zuerst Informationen zum Park. Der südöstliche Teil des Parks ist vom Colorado Desert geprägt und bietet eine Vegetation wie wir sie schon zuvor gesehen und beschrieben haben. Es gibt wenige Pisten welche aber nur für richtige Off-Road Fahrzeuge ausgelegt sind. Zur interessanten «Loast Palm Oasis» führt ein mehrstündiger Wanderweg und Hunde sind auf den Trails nicht erlaubt. Also fahren wir weiter durch den Wilson Canyon zum nordwestlichen Teil des Parks. Es erwartet uns eine einmalige, beeindruckende Landschaft mit kleinen Gebirgsformationen und riesigen Steinen. Hier sehen wir auch die typischen Joshua Trees in einem lockeren Wald stehen. Diese Palmlilien können bis zu 15 Meter hoch und 150 Jahre alt werden. Daneben finden sich aber auch Yuccas, Kakteen und in höheren Lagen sogar Pinien. Von den vielen Tieren, die im Park vorkommen sollen, ist leider nichts zu sehen. Bei den Skull Rocks verweilen wir, essen zu Mittag und unternehmen einen kurzen Trail (ohne Hund) durch die skurrile Felsenlandschaft. Über den Westeingang des Parks verlassen wir am späten Nachmittag den Park.

Joshua Tree National Park, Riesige Steine, Joshua Tree

Willkommen im Joshua Tree National Park
Willkommen im Joshua Tree National Park
Riesige Steine
Riesige Steine
Joshua Tree
Joshua Tree

Weihnachten im Joshua Tree Lake Campground

Auf der Nordseite des Nationalparks gibt es verschiedene Möglichkeiten zu übernachten. Wir entscheiden uns, die Nacht auf dem Parkplatz des Lebensmittel Discounter Aldi in Yucca Valley zu verbringen. Nach dem phantastischen Tag und 113 Kilometern quer durch den Nationalpark schlafen wir sehr gut. Am nächsten Morgen, es ist Montag der 22. Dezember, spazieren Roger und Kiara nochmals durch die Joshua-Palmlilien. Diese finden sich auch noch im Ort in grosser Zahl. Nach dem Frühstück erledigen wir unseren Wocheneinkauf. Weihnachten steht vor der Tür und bei Aldi bekommen wir so gewohnte und liebgewonnenen Produkte wie Christstollen, Panetone oder italienische Teigwaren. Nur der Appenzeller-Käse ist leider total ausverkauft. Ein guter Tropfen Wein und Sekt aus Kalifornien zu erschwinglichen Preisen ist aber erhältlich. In Sachen Preis und Qualität hat uns das Angebot vom Discounter in Amerika überzeugt. Nach der Mittagspause fahren wir 23 Kilometer zurück nach Joshua Tree. Etwas ausserhalb des Ortes liegt der Joshua Tree Lake Campground. Dort haben wir bis zum 29. Dezember, einen Stellplatz gebucht. Dank Harvests Host Mitgliedschaft und Wochenpauschale profitieren wir von einem günstigeren Preis. 226 Dollar ist uns eine Ruhepause mit etwas Komfort an Weihnachten wert.

Die Batterien unseres Wiwomo sind voll und so genügt uns ein «Dry Camp», also ein Stellplatz ohne Strom, Wasser und Abwasser. Selbstverständlich sind auch «Full Hockup’s» mit allen Anschlüssen vorhanden. Zudem sind hier auch kleine «Cabins» (Container-Häuser) verfügbar. Zu unserer freudigen Überraschung empfangen wir im Wiwomo ein brauchbares WiFi-Signal. So können wir über die Feiertage uneingeschränkt im Internet surfen, Radio hören und auch Filme streamen. Die Duschen sind sauber, verfügen über warmes Wasser und kosten nicht noch zusätzlich. Die Toiletten befinden sich in einem separaten Gebäude. Der «Lake», ist kein See sondern ein schön angelegter Ententeich mit vielen Sitzgelegenheiten gleich neben der Rezeption. Dort sind auch Feuerholz, kleine Snacks und Getränke erhältlich. Ein paar unaufdringliche Lichterketten und Dekorationen schmücken die Rezeption zur Weihnachtszeit. Gleich zwei Kakteengärten bringen den Gast aber wieder zurück in die Wüste. Schnee gibt es hier nur ganz selten, aber in der Ferne erkennt man die weissen Bergspitzen der San Bernardino Mountains. Ein grosser vom Campingplatz abgetrennter spezieller Bereich wird im Sommer für ein Musikfestival genutzt. Rund um das eingezäunte Gelände können sich Roger und Kiara in der kargen Mojave Wüste austoben. Im Hintergrund gegen Nordosten baut sich eine kleine Hügelkette, die Sunfair Hills, auf.

Joshua Tree Lake Campground

Campingplatz Joshua Tree Lake
Campingplatz Joshua Tree Lake
Kleiner See innerhalb des Campingplatzes
Kleiner See innerhalb des Campingplatzes
Schön gestalteter Platz
Schön gestalteter Platz

Das angesagte Regenwetter fällt hier glücklicherweise nicht so stark aus wie die Prognose voraussah. Zweimal regnet es mässig in der Nacht. An einem Tag hüllt sich das Tal in dichten Nebel – Tatsächlich, Nebel in der Wüste, auch das gibt es. Weiter im Westen, in den Bergen der Pazifikküste, ergiessen sich die Wasser- oder Schneemassen allerdings so heftig, dass einzelne Strassen gesperrt sind. Die Sonne kommt tagsüber immer wieder etwas zum Vorschein. Dies genügt gerade um unsere Batterieladung zu erhalten. Nachts wird es allerdings mit etwa 5°C doch recht frisch. Das ist verglichen mit der Schweiz, wo aktuell unter zweistellige Minustemperaturen gemessen werden, allerdings immer noch angenehm. Statt mit dem Elektroherd kochen wir gleich zweimal mit unserem Gusseisentopf über dem Holzfeuer. Dank unserer Dieselheizung lässt sich unser Wiwomo am Morgen innert einer Stunde auf kuschelige 22°C erwärmen. Wir geniessen die besinnliche Weihnachtszeit in dieser Ruhe und Abgeschiedenheit auf dem Campingplatz. Damit sind wir auch nicht allein. Immer wieder verbringen Amerikaner in dieser Zeit ein paar Tage mit Auto, Zelt oder Wohnmobil auf dem Campingplatz.

Jahreswechsel zwischen Kletterfelsen und Geisterstadt

Am Montag den 29. Dezember 2025 verlassen wir Joshua Tree. Noch eine ganze Weile begleiten uns die gleichnamigen Palmlilien-Bäume. Wiederum führt unser erstes Etappenziel zu Aldi in Yucca Valley zum Wocheneinkauf. In nordwestlicher Richtung erreichen wir über den Highway 247 Lucerne Valley. Die kleine Landgemeinde hat aber nichts mit der Schweiz beziehungsweise Luzern zu tun, wie wir zunächst vermuten. Der französische Name geht auf eine Saat- und Futterpflanze der Gattung Schneckenklee zurück. Ab der Strassenkreuzung zwischen Highway 247 und Highway 18 folgen wir dem Highway 247 weiter nach Norden. Allmählich wandelt sich die Vegetation und lichtes grünes aber kurzes Gras spriesst zwischen den Büschen. Palmlilien und Yuccas werden weniger. Nach 147 Tageskilometern haben wir ein kleines Gebirge durchquert und biegen rund 30 Kilometer südlich von Barstow auf einem Feldweg in ein kleines Tal ein. Der «Sawtooth Canyon» ist nach den Sägezahnartigen Hügeln benannt, die das kleine Tal umschliessen. Der historische spanische Name für den Canyon «Traer Agua» bedeutet Wasser bringen. Das Tal ist für eine Wüstenlandschaft wirklich sehr grün. An manchen Stellen wächst richtiges sattes Gras. Eine interessante bizarre Felslandschaft umringt das Tal. Am ende befindet sich ein grosszügiger freier Campground der besonders von Leuten angefahren wird, die hier Klettern wollen.

Wir finden einen schönen Platz neben einem Kletterfelsen mit gedecktem Sitzplatz und Feuerstelle. Weitere 13 offizielle Plätze finden sich im ganzen Tal. Hier gefällt es uns so gut, dass wir gerne etwas verweilen. Bei Spaziergängen erfreuen wir uns der Landschaft und schauen den Kletterern zu. Die Felsen, mit ihren unterschiedlichsten Formen, sind nicht sehr hoch aber anscheinend ideal zum Klettern für gross und klein. Von den äusseren Felsenspitzen kann weit hinaus ins offene Flache Land blicken. Auf dem Lagerfeuer grillen wir Fleisch und Fisch oder kochen eine feine Kürbissuppe. Mittlerweile hat Roger das Feuer machen ohne viel Rauch im Griff. Axt und Säge helfen beim fachgerechten zurichten des Feuerholzes. Nur ab und zu ärgern wir uns über den vielen Rauch, den die «Amis» in der Nachbarschaft produzieren. So vergehen die Tage und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es wird Silvester und schon beginnt ein neues Jahr. Zum Jahreswechsel stossen wir mit einem Glas kalifornischen Sekt an. Das gerne auch nachmittags um 15 Uhr Ortszeit, als es in der Schweiz gerade das neue Jahr einläutet. Dazu passend hören wir Musik von Radio SRF1 über das Internet. Den Jahreswechsel in Amerika haben wir dann schlafend begangen. Das folgende Wochenende verbringen wir noch in diesem Refugium.

Kletterfelsen

Übernachten bei den Kletterfelsen
Übernachten bei den Kletterfelsen
Spielplatz, nicht nur für Kinder
Spielplatz, nicht nur für Kinder
Die wollen hoch hinaus
Die wollen hoch hinaus

Am Montag den 5. Januar fahren wir nur gerade 55 Kilometer nach Norden bis Barstow und Calico. Barstow liegt ebenfalls an der legendären Route 66 am Fusse des Calico Gebirges, etwa in der Hälfte zwischen Los Angeles und Las Vegas. Neben einigen Strassenmarkierungen und einem kleinen Museum ist allerdings nicht mehr viel davon zu sehen. Viel beeindruckender ist das «Harvey House» oder auch «Casa del Desierto» genannte einstige Bahnhofs- und Hotel-Gebäude. Eine Synthese aus spanischer Renaissance- und Neoklassizismus-Architektur, mit einem Hauch von maurischem Stil verleiht dem Bau aus dem Jahre 1911 ein besonderes Flair. Im Erdgeschoss kann man die grossen Räume des Hotels und die Vergangenheit bewundern. Im ersten Stock blickt man im Museum der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA in eine interessante Zukunft. Im Aussengelände können Eisenbahnfans alte Dieselloks der Santa Fe Rail bewundern. Die Eisenbahn hat nicht nur zur Gründung einer Stadt im Jahre 1947 geführt, sie ist auch heute noch mit ihrem Güterverkehr ein wichtiger Teil der Stadt. Rund 25’000 Einwohner zählt der ehemalige Fundort für Gold und Silber heute. Das Thema Goldgräberstadt wollen wir uns im nahe gelegen Freilichtmuseum mit ihren Attraktionen näher betrachten.

Die Geisterstadt Calico liegt nur gerade 17 Kilometer östlich von Barstow am Berghang des gleichnamigen Gebirges in der Mojave-Wüste. Bereits bei der Anfahrt erkennen wir den Schriftzug «CALICO» im Gelände über dem Ort. Die kleine Stadt wurde 1881 im Zuge des Silberbergbaus gegründet. Zu ihren besten Zeiten lebten ungefähr 1’200 Menschen in Calico und es gab über 500 Minen. Mit dem Verfall des Silberpreises gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Minen nicht mehr rentabel und die Stadt wurde aufgegeben. Einige ehemalige Gebäude konnten erhalten werden. Andere Nachbauten entstanden und bilden die heutige Touristenattraktion mit kleiner Grubenbahn, Minen, Schulhaus, Saloon, Restaurant, Hotel, Krämerladen, Feuerwehrhaus, Souvenirshops und anderem. Auf dem Gelände, einer Kiesgrube ähnlich, gibt es auch einen Campingplatz wo wir uns einquartieren, Duschen, Wasser auffüllen und die Batterien nachladen. Schön ist der Platz nicht wirklich aber für unseren Besuch der Geisterstadt zweckmässig. Wegen eines akuten Wasserleitungsbruches finden die Mitarbeiter allerdings keine Zeit die Stellplatzgebühren einzukassieren. Nach zwei Tagen fahren wir am 7. Januar nach einem Lebensmitteleinkauf wieder zum Sawtooth Canyon wo wir eine weitere gemütliche Woche in idyllischer Landschaft verbringen.

San Bernardino, Barstow, NASA

San Bernardino bei Las Vegas, was stimmt da nicht?
San Bernardino bei Las Vegas, was stimmt da nicht?
Städtchen Barstow
Städtchen Barstow
Casa del Desierto
Casa del Desierto
Museum der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA
Museum der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA
Einmal im Leben ein Astronaut sein
Einmal im Leben ein Astronaut sein
Einmal im Leben ein Astronaut sein
Einmal im Leben ein Astronaut sein

Peggy Sue's 50's Diner

Peggy Sue's 50's Diner
Peggy Sue's 50's Diner
Schmeckt es ?
Schmeckt es ?
Den kennt man, oder?
Den kennt man, oder?
In lustiger Gesellschaft
In lustiger Gesellschaft
Die sind auch bekannt
Die sind auch bekannt
Typisch Diner
Typisch Diner

Geisterstadt Calico

Geisterstadt Calico
Geisterstadt Calico
Geisterstadt Calico
Geisterstadt Calico
Wohnhaus in Calico
Wohnhaus in Calico
Geisterstadt Calico
Geisterstadt Calico
Calico Badehaus
Calico Badehaus
Achtung Vögel überqueren die Strasse
Achtung Vögel überqueren die Strasse

Vegetations- und Kulturwechsel

Mittlerweile ist es bereits Mitte Januar. Wir wollen noch etwas erleben und fahren am Montag 12. Januar weiter nach Westen mit dem Ziel Pazifik. In einer ersten Tagesetappe erreichen wir via Highway 18 nach 59 Kilometern die Stadt Victorville, wo wir an der Bear Valley Road bei Aldi einkaufen und auf dem Parkplatz bei The Home Depot übernachten. Nach einer ruhigen Nacht geht die Fahrt weiter auf den Highways 18 und 138 nach Westen, bis wir bei Four Points über den Freeway 14 in die San Gabriel Mountains eintauchen. Nach all der Wüstenlandschaft eröffnet sich uns nun eine neue Welt. Grüne Wiesen bis hinauf auf die runden Bergspitzen, Farmen mit Kühen und Pferden, Bäche und Flüsse, vermitteln uns ein Gefühl von Heimat. Der Freeway ist stark befahren, weshalb wir bei der Ausfahrt 22 auf eine Nebenstrecke, den Sierra Highway über Sleepy Valley ausweichen. Wir sind tief beeindruckt von dieser lieblichen Landschaft. Auch die Stadt Santa Clarita, mit über 230’000 Einwohnern mitten in den Bergen, gefällt uns sehr gut. Hier halten wir beim Central Park für eine Pause und einen Spaziergang. Nach 192 Tageskilometern, entlang des Santa Clarita Flusses, erreichen wir den deutlich kleineren Ort Fillmore. Die vor zwei Jahren gegründete kleine Brauerei Red Engine Brewing Company bietet nicht nur gutes Bier und Pizza sondern auch Unterhaltung, am Dienstag beispielsweise einen Karaoke Abend, sowie Parkplatz zum übernachten.

Central Park, Brauerei Red Engine Brewing Company

Central Park
Central Park
Was für ein Hundeknochen?
Was für ein Hundeknochen?
Brauerei Red Engine
Brauerei Red Engine

Dänische Kleinstadt Solvang

Solvang, dänische Stadt in Amerika
Solvang, dänische Stadt in Amerika
Nicht in Kopenhagen, sondern in Solvang, USA
Nicht in Kopenhagen, sondern in Solvang, USA
Biergarten in Solvang, USA
Biergarten in Solvang, USA

Nach einer typischen lauten, aber ansonsten ungestörten Nacht an der Autobahn fahren wir am Donnerstag auf dem Freeway 101 entlang der Küste zurück nach Santa Barbara. Hier ist es möglich unser Fahrzeug an der Küstenstrasse des West Cabrillo Boulevard kostenfrei für zwei Stunden abzustellen und den alten Holz-Pier mit Restaurants, Museum und Läden zu besuchen. Vom Pier aus hat man einen wunderschönen Blick nicht nur auf das Meer, sondern auch die hübsche Stadt und die Villen auf den Anhöhen. Danach geht es weiter der Küste entlang. In Ventura tanken wir unser Fahrzeug, für kalifornische Verhältnisse günstig, mit Biodiesel zu 4,8 Dollar die Gallone (1.05 CHF/Liter) voll. Von hier aus wechseln wir auf die Küstenstrasse Nr. 1 welche uns nach 133 Tageskilometern zum Campingplatz des State Park Thornhill Broome Beach bringt. Die Temperaturen sind auf warme 29°C gestiegen und so montiert Roger gleich kurze Hosen und Sabine den Badeanzug. Zum Baden ist es der Pazifik noch zu kalt, aber wir geniessen die Zeit am Meer beim Barfuss spazieren im Sand oder dem lauschen der Meeresbrandung. Eine Nacht können wir hier, am Fusse der Santa Monica Mountains direkt am Strand des Pazifiks, übernachten. Gerne würden wir noch eine oder zwei Nächte länger bleiben, aber der Campingplatz ist für das kommende Wochenende bereist ausgebucht.

Am Freitag folgen wir daher der Küstenstrasse in Richtung Malibu, Santa Monica und Los Angeles. Das freie Übernachten ist hier an der Küste nicht erlaubt. Andere Campingplätze sind für das Wochenende voll. Die Bergstrassen entlang der Strecke bieten kaum adäquate Möglichkeiten. Mit unserem «grossen Wohnmobil» können wir uns auch nirgendwo verstecken. Das Parkieren in Santa Monica ist nur am Tag auf ausgewiesenen Parkplätzen zu horrenden Preisen erlaubt. Kurzerhand buchen wir, früher als geplant, einen Stellplatz im RV Park Hollywood. Die Fahrt durch die riesige Metropolregion Los Angeles, auf den teilweise sechsspurigen Strassen und den vielen Kreuzungen und Ampeln bietet reichlich Stresspotential. Mit viel Glück und Vorsicht erreichen wir nach Stunden und 101 Kilometern unfallfrei den Wohnmobilstellplatz mitten in Hollywood. Der «Full Hookup» Platz zu 80 Dollar die Nacht reicht knapp für unser Fahrzeug. Wasser, Abwasser und Strom sind schnell angeschlossen und Sabine beginnt sogleich mit dem Wäsche waschen. Hier geniessen wir auch eine warme Dusche und versorgen uns über das freie Internet mit den neusten Informationen und Updates. Für den Besuch der Attraktionen in Hollywood oder Los Angeles wird dem Touristen dringend das Taxi empfohlen. Vandalismus und Kriminalität sind hier nicht zu unterschätzen.

Am Mittwoch erreichen wir bei Ventura den Pazifik, dem wir nun auf dem Freeway 101 in Richtung Nordwesten folgen. Wir geniessen die Fahrt entlang der Küste, das Panorama und den Geruch des Meeres. Bei Santa Barbara wechseln wir aber die Strasse und fahren via San Marcos Pass Road (154) über die Berge und erreichen so die etwas über 6’000 Einwohner zählende Kleinstadt Solvang («sonniges Feld» auf dänisch). Auf dem Wohnmobilparkplatz stellen wir unser Fahrzeug ab und schlendern durch die 1911 gegründete «dänische Hauptstadt von Amerika», wo die Häuser im typisch dänischem Fachwerkshausstil erbaut wurden. Für uns ist es sehr erfrischend zu sehen wie sich europäisches Kulturgut in Amerika zumindest teilweise erhalten konnte. Der Standard, etwa bei Speisen, Getränken und Services ist allerdings unverkennbar den Bedürfnissen der amerikanischen Touristen angepasst. Für uns Europäer wirkt das ebenso «gekünstelt» wie etwa Halloween in Europa oder ein Oktoberfest in Las Vegas. Zwischendurch gönnen wir uns bei dem schönen sonnigen Wetter eine Pause im Kaffeehaus, in der Bäckerei oder im Copenhagen Sausage Garden (Wurst- und Biergarten). Heutzutage leben nur noch wenige Menschen mit dänischem Migrationshintergrund in Solvang und so spricht man auch hier amerikanisches englisch. Übernachten können wir nach 159 Tageskilometern, mangels erlaubter Möglichkeiten, beim Freeway Parkplatz (Rest Area) nördlich bei Gaviota.

Campingplatz des State Park Thornhill Broome Beach, Santa Barbara, RV Park Hollywood

Direkt am Meer übernachten
Direkt am Meer übernachten
Santa Barbara Pier
Santa Barbara Pier
Campingplatz Hollywood
Campingplatz Hollywood
OSCAR AVE
OSCAR AVE
FLAMINGO RD
FLAMINGO RD
MALIBU
MALIBU

Zurück in die Natur

Für uns, mit Wohnmobil und Hund, ist ein Aufenthalt im Grossraum Los Angeles schwierig und teuer. Nur schon der Versuch, das «Hollywood» Signet zu fotografieren scheitert an Ortsunkundigkeit, engen Strassen und Gewichtslimiten. Städtereisen sind sicher schön, aber nur mit Flug und Hotel. Das haben wir schon einige male Erfahren. Ebenso ist es fast unmöglich irgendwo an der Pazifikküste kostengünstig zu übernachten, geschweige denn frei zu Stehen oder am Tag zu Parken. Einige Attraktionen auf unserer Liste der «Points of Interest» haben wir daher gestrichen. Erneut wuseln wir uns am Samstag aus dem Verkehrschaos der Metropole zurück in die weit ruhigeren Berge der Santa Ana Mountains im Hinterland. Noch einmal geniessen wir zuvor das Panorama der Küstenstrasse Nr. 1, durchfahren einige malerische Küstenorte und finden auf dem Weg auch eine einladende «Food Mall» für eine Pause. Bei Dana Point fahren wir kurz auf die Interstate 5 Richtung Norden um auf dem Ortega Highway (74) durch den San Juan Canyon in die Berge zu kommen. Im National Forest Campground Upper San Juan finden wir einen idyllischen, ruhigen Platz wo wir die Tage vom 17. bis zum 20. Januar mitten in einem dichten Laubwald auf Rund 550 m ü.M verbringen. Gäbe es nicht soviel Schatten, welche unseren solaren Energieertrag schmälert,würden wir sicher noch ein paar Tage länger bleiben.

Signet Hollywood, Food Mall

HOLLYWOOD doch noch erwischt
HOLLYWOOD doch noch erwischt
Food Mall, schöne Fussgänger Zone
Food Mall, schöne Fussgänger Zone

Am Freitag fahren wir daher weiter über den Pass Richtung Osten. Bevor wir den Canyon verlassen kehren wir bei Hafey Farms Country Store & Beergarden ein. Zu einem deftigen Sandwich gibt es in der kleinen originellen Landgaststätte mit Krämerladen eine hausgemachte Limonade. In der Talebene erreichen wir Lake Elsinor wo wir uns bei Aldi mit frischen Lebensmitteln eindecken. Über die Interstate 15 fahren wir südwärts bis Pala Mesa. Der Highway 76 führt uns sogleich weiter ins Indianerreservat in Pauma Valley (79 Tageskilometer). Hier gibt es mitten in den Orangenplantagen ein Casino wo wir bis zu drei Tage kostenfrei stehen dürfen. Dazu müssen wir uns ausweisen und als «Member» registrieren. Als «neuer Kunde» erhalten wir je eine Spieler-Karte mit 20 Dollar Guthaben als Spieleinsatz oder für das Restaurant. Wir bevorzugen das vorzügliche mexikanische Restaurant. Selbstverständlich schauen wir nach dem Abendessen etwas dem Spielbetrieb zu. Wir stehen mit unserem Wohnmobil neben anderen Reisenden auf einem separaten RV Parkplatz. Der Parkplatz für Autos nebenan wird gerade umgestaltet und mit Solarmodulen überdacht. Nachts wird die Anlage mit Generator betriebenen Scheinwerfern grell ausgeleuchtet. Die Nacht ist deshalb sehr laut und hell. So fahren wir am nächsten Samstag morgen bereits weiter.

Casino Pauma

Casino Pauma
Casino Pauma
Tacos, mexikanisches Essen
Tacos, mexikanisches Essen
Rüeblikuchen, speziell für Roger
Rüeblikuchen, speziell für Roger

Über die Highways 76 und 79 in südöstlicher Richtung erreichen wir den Ort Julian in den Bergen der Volcan Mountains. Der beliebte Touristenort auf 1’288 m ü.M. ist bekannt für seinen Apfelanbau und den daraus hergestellten Apfelsaft. Viele schmucke Restaurants, einladende Kaffees und originelle Ladengeschäfte säumen die kleine Hauptstrasse des knapp 2’000 Einwohner zählenden Ortes. Wir besuchen auch die neue geräumige Library wo wir später noch Kopien erstellen wollen. Nach einer Kaffeepause und dem interessanten Rundgang durch den Ort fahren wir via Highway 78 hinunter ins Shelter Valley auf rund 750 m ü.M. Im Anza Borrego Desert State Park finden wir nach 92 Kilometern auf dem Blair Valley Campground einen meist ruhigen Ort in der Natur wo wir die Tage vom 21. Januar bis zum 2. Februar verbringen. Der einfache Campingplatz mit Toiletten und Feuerstellen erlaubt freies stehen bis zu 30 Tage im Jahr. Ein flaches Halbwüsten-Tal mit einem Trockensee umrahmt von Hügelketten aus Sand- und Vulkangestein bildet die Kulisse. Creosote, Kakteen, Yuccas und Agavengewächse sind von lichtem kurzem Grass umgeben. Der Ort ist besonders am Wochenende bei Campern sehr beliebt. So zählen wir an einem Freitag über 100 Fahrzeuge an uns vorbei fahren. Sie gehören zu einer Gruppe der Jugendorganisation YMCA, welche das Wochenende im weitläufigen Campground verbringt.

Stadt Julian

Stadt Julian
Stadt Julian
Fast wie im alten Westen
Fast wie im alten Westen
Stadt Julian
Stadt Julian

Wir geniessen die Zeit hier in diesem kleinen Teil der Anza Borrego Wüste. Der Name leitet sich übrigens vom spanischen Entdecker Jaum Bautista de Anza und dem hier Borrego genanten Dickhornschaf ab. Der Naturpark ist mit 2’428 km² der grösste State Park in Kalifornien und der zweitgrösste der gesamten USA. Die vielen scheuen Dickhornschafe die es hier geben soll, bekommt man im allgemeinen nur selten zu Gesicht. Andere Wüstenbewohner wie Pumas, Eselhasen, Waldkaninchen oder Roadrunner finden sich hier nicht. Bisher konnten wir allerdings in den USA, im Gegensatz zu Kanada, auch nur wenige Tiere in der freien Wildbahn beobachten. In den sternenklaren Nächten hört man eine Eule rufen. Mit etwas Geduld können wir am Tag einige kleine Erdhörnchen beobachten. Zwischen Januar und Mai ist die Zeit der Wildblumenblüte. Auch diese haben wir nicht gesehen, dafür sind wir wohl noch etwas zu früh. Einzelne Yucca Pflanzen zeigen aber bereits ihre imposanten Blütenköpfe. Das Klima im Januar ist trocken mit Temperaturen um die 20°C am Tag. Nachts fällt das Thermometer auf etwa 0-6°C. An zwei Tagen konnten wir am Morgen Bodenfrost feststellen. Da werfen wir gerne auch mal die Heizung in unserem Wiwomo an.

Blair Valley Campground, Yucca Blütenkopf

Blair Valley Campground
Blair Valley Campground
Das Feuer wird gut bewacht
Das Feuer wird gut bewacht
Blühende Yucca, wunderschön
Blühende Yucca, wunderschön

Auf nach San Diego

Es ist Montagmorgen der 2. Februar. Noch einmal fahren wir hinauf nach Julian. In der Library erstellt Sabine die nötigsten Kopien der Reisepässe, Versicherungsnachweise, Fahrzeugpapiere und so weiter für die Reise nach Mexiko. Und schon geht die Fahrt in Richtung Westen via Santa Ysabel und Ballena weiter bis nach Ramona. Dort halten wir bei Aldi, kaufen für die nächsten Tage Lebensmittel ein und geniessen eine ausgedehnte Mittagspause. Nach 78 Tageskilometern erreichen wir am Nachmittag über den Highway 67 den Parkplatz des Iron Mountain Trailhead bei Poway. Dies ist wohl einer der wenigen Plätze in «Küstennähe», wo das freie übernachten im Wohnmobil noch geduldet wird. Wir sind etwa 28 Kilometer Luftlinie vom Pazifik entfernt. Unser Wiwomo können wir auf dem etwas schrägen Platz mit Unterlegkeilen einigermassen ausrichten. Dank einer kleinen Böschung am Heck des Fahrzeugs benötigen wir auch keine Leiter für unseren Einstieg. Roger und Kiara bleibt noch genügend Zeit um eine Wanderung in die Hügellandschaft zu unternehmen. Sie geniessen die üppige Vegetation mit dem satten Gras, der Buschlandschaft und den kleinen Wäldern. Von einem höheren Standort können sie sogar die Dunst verhangene Küste entdecken. Zurück geht es dann vorbei an einem Ententeich und durch eine Baumallee zum grossen Parkplatz. Die Nacht verläuft ruhig und friedlich, nur das gequake der Frösche ist zu hören.

Der Parkplatz bildet unseren Ausgangspunkt zur Erkundung der Stadt San Diego. Bei der Entfernung und dem dichten Verkehr bedeutet das 1 bis 1½ Stunden Anfahrt. Gewiss gäbe es näher an der Stadt auch Campgrounds und RV-Parks zum übernachten, allerdings mit mehr Lärm ab etwa 50 Dollar aufwärts pro Nacht. Am Dienstag besuchen wir zuerst Fiesta Island, gleich neben dem bekannten Sea World San Diego. Hier gibt es noch kostenfreie Parkplätze beim grossen Hundepark. Der ausgedehnte Spaziergang an der Bucht erfreut alle Zwei- und Vierbeiner. Kiara findet auf Anhieb Kontakt und geniesst es beschnuppert zu werden. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der historische Park «Old Town San Diego». Auch hier finden wir einen kostenfreien Parkplatz an der Strasse. Der Spaziergang durch die Altstadt mit historische Gebäuden aus den 1820er bis 1870er Jahren, der ersten Besiedlung durch die Spanier (Mexiko), beeindruckt uns sehr. Schön ist es für uns wieder einmal eine offene Kirche besuchen zu können. So ein Spaziergang fördert den Appetit und so geniessen wir auch ein feines mexikanisches Essen in einem der vielen Restaurants. Anschliessend gibt es noch eine heisse Schokolade und Kaffee in der mexikanischen Schokoladenmanufaktur. Das letzte Highlight des heutigen Tages ist die Halbinsel Point Loma und das Cabrillo Nationalmonument. Hier treffen Geschichte und Neuzeit, Natur und Kultur aufeinander.

Autobahn, Hundestrand, Old Town San Diego, Halbinsel Point Loma und das Cabrillo Nationalmonument

Autobahn in USA, immer wieder imposant
Autobahn in USA, immer wieder imposant
Hundestrand direkt am Meer
Hundestrand direkt am Meer
Willkommen in der Old Town von San Diego
Willkommen in der Old Town von San Diego
Old Town San Diego
Old Town San Diego
Old Town San Diego mexikanischer Einfluss
Old Town San Diego mexikanischer Einfluss
Katholische Kirche
Katholische Kirche

Am Mittwoch besuchen wir den Stadtpark von San Diego, den 4,9 km² grossen Balboa Park. Angrenzend befindet sich der weltberühmte San Diego Zoo. Hunde haben jedoch im Zoo keinen Zutritt und so beschränken wir uns auf den Morley Field Hundepark. Im Stadtpark findet man verschiedene Sport- und Kulturanlagen wie etwa Tennis-, Golf-, und Baseballplätze sowie Museen, Gärten und Theater. Nach dem Spaziergang im Park tauchen wir ein in das Stadtzentrum von San Diego. Unser Ziel ist das lebhafte «Gaslamp Quarter» in der Innenstadt. Hier soll das typische Leben in San Diego statt finden. Mit unserem Wohnmobil ist es allerdings kein leichtes Unterfangen einen bezahlbaren Parkplatz zu finden. 40 Dollar sind uns doch etwas zu viel und so beschränkt sich unser Besuch auf eine Fahrt durch die Einbahnstrassen des Quartierters über die holperige, unschöne Hafenstrasse (Harbor Drive) zu einem Walmartparkplatz. Wir entschliessen uns auf einen weiteren Tag zur Stadtbesichtigung zu verzichten. Stattdessen kauft Sabine noch einmal bei Walmart ein, während Roger ein Mittagessen vorbereitet. Nach der Mittagspause fahren wir direkt aus der Stadt und folgen dem Highway 94 nach Osten, der uns nach 135 Tageskilomter in die Hügellandschaft des Potrero County Park führt.

In Potrero, nördlich von Tecate an der mexikanischen Grenze, gibt es einen schön angelegten Campground etwas ausserhalb des Ortes. Hier wollen wir verweilen und die letzten Vorbereitungen zum Grenzübertritt treffen. Eigentlich hatten wir uns überlegt bis Montag zu bleiben. Die Stellplätze sind alle geteert und bieten Strom und Wasser. Das Wasser muss allerdings abgekocht werden da es seit über einem halben Jahr Verunreinigungen im Trinkwasser gibt. Die zentralen Sanitäranlagen sind wenig gepflegt und in die Jahre gekommen. Zum Duschen ist ein Münzautomat zu bedienen. Der Preis für die Übernachtung mit 39 Dollar pro Nacht erscheint uns nicht im Verhältnis zum gebotenen Service zu stehen. Nun ja, die amerikanischen Standards und Gepflogenheiten sind doch auf einem anderen Niveau. Amerikaner ticken irgendwie anders, vorläufig können wir nur sagen – «america is beautiful, canada is better!»



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